Lea Marlen Balzer arbeitet als Regisseurin,

Zwei Herren von Real Madrid (2024)

VON LEO MEIER



„möchten sie über etwas reden?“

„ich weiß nicht, worüber?“

„über irgendetwas“

„gerne! worüber?“



Zwei Herren von Real Madrid führen ein höfliches Gespräch im Wald, in welchem sie feststellen, dass sie nicht nur beide Profifußballer sind, sondern auch für denselben Verein spielen (Real Madrid). Ein Stück über Pokale und die ewige Angst vor dem Sterben. Und Liebe, eh klar.


Wo: KIEZSTÜRMER FESTIVAL St.-Pauli-Theater Hamburg

Spiel: Carina Sönksen, Franziska Schulze, Christin Wieder

Dramaturgie: Sarah Heinzel

Ausstattung: Lea Marlen Balzer, Sarah Heinzel, Leo Witowski

Titanic oder wie tief kann man sinken, UA (2024)

AUSGEZEICHNET MIT DEM JURYPREIS UND DEM PUBLIKUMSPREIS IM NACHWUCHSWETTBEWERB DRACHENGASSE 2023



Die Menschen haben ein Schiff gebaut und es Titanic genannt. Es fährt hinaus aufs Meer und sinkt vier Tage und eine Nacht später. Aber die Titanic sinkt nicht wie andere Schiffe, sondern sehr langsam. Genug Zeit also für einen gewissen Jack Dawson und eine gewisse Rose DeWitt-Bucator, sich im hüfttiefen Wasser unverkrampft kennenzulernen und den Augenblick zu genießen. / OKAY, ICH KANN JA MAL DAS ZITAT SAGEN, DAS DEM STÜCK VORANGESTELLT IST. ES IST VON EINEM FINANZMINISTER. IN DEM ZITAT GEHT ES DARUM, DASS ES KEINE PROBLEME GIBT, SONDERN NUR DORNIGE CHANCEN. ES GEHT SO: "PROBLEME SIND NUR DORNIGE CHANCEN."



Begründung der Wettbewerbsjury: "Die mit feinem Humor inszenierte Arbeit überzeugt durch eine vielschichtige Erzählung, die es schafft, durch kleine Gesten, Gedanken und Referenzen auf große Zusammenhänge blicken zu lassen. Die in diesem Aufriss skizzierte gestohlene Zukunft stellt das private Schicksal zweier Kunstfiguren in den Mittelpunkt und verweist dabei pointenreich und klug auf eine Menschheit, die ihr gemeinsames Prestigeprojekt mit Höchstgeschwindigkeit voraus gegen den Eisberg fährt. Die bemerkenswerte schauspielerische Darstellung verzichtet auf große Gesten und ist sich dennoch der Größe der thematischen Spann- und Tragweite bewusst."



„So relatable waren Jack und Rose wirklich noch nie.“
Lara Kastler, subtext.at



"Das Siegerstück des Nachwuchswettbewerbs verknüpft in einer bewundernswerten One-Woman-Show die popkulturelle “Titanic” mit kreativen Ideen. [...] Die Reise eines pakistanischen Teenagers zum 2023 verunglückten U-Boot “Titan” wird über Sprachnachrichten erzählt. Länger dauert es, um die Szenen einzuordnen, die von Dädalus und Ikarus der griechischen Mythologie handeln. Am Ende wird klar, dass diese eine gute Verbindung zur menschlichen Überheblichkeit darstellen."
Veronika Schneider, Neue Wiener


Wo: Theater Drachengasse Wien

Idee, Text, Regie: Lea Marlen Balzer

Spiel: Alicia Peckelsen

Dramaturgie: Sarah Heinzel

Bühne, Kostüm: Henry Böbst

EUROMÜLL, UA (2023)

URAUFFÜHRUNG VON IVANA SOKOLA



Joe Kowalczuk, Monika Stefanesca le Guin und Janine Takács-West sind die letzten Cowboys von Brüssel. An der Theke des Saloons "The Fountain" kämpfen sie für... Dings.



"Wie bitte? Die EU auf der Bühne und dann auch noch als Western? Ja, genau. Und das funktioniert ganz wunderbar. [...] Das Vergnügen, mit dem sich das Ensemble der Cowboy- und Cowgirlattitüde hingibt, ist ansteckend. Ein großer Spaß, aber kein bloßer Klamauk. „Euromüll“ erinnert in diesem Sinne an die großartige französisch-belgisch-deutsche Fernsehserie „Parlament“, die den Dreisprung fertigbringt, sich nach Kräften lustig zu machen über den EU-Zirkus, sich zugleich aber zu Europa zu bekennen und Wissen zu vermitteln über die Abläufe in Brüssel und Straßburg."
Joachim F. Tornau, Theater der Zeit



"Der Mix macht‘s – diese Misch-Methode bewahrt die Inszenierung vor allzu viel papierener Polit-Analyse. [...] Das ist auch das Verdienst des Marburger Ensembles, das sich sehr frech und flott (und voller kleiner, feiner Ironien) in das doppelte Abenteuer stürzt."
Michael Laages, Die deutsche Bühne



"Grotesk, witzig, nah an der Realität"
Sabine Jackl, Oberhessische Presse


Wo: Hessisches Landestheater Marburg

Spiel: Adele Emil Behrenbeck, Jorien Gradenwitz, Lilian Heeb, Georg Santner, Christian Simon

Bühne und Kostüm: Anton von Bredow

Dramaturgie: Ia Tanskanen

Assistenz: Nathalie Glasow

Der Ursprung der Liebe (2023)

NACH LIV STRÖMQUIST



Ein Abend über das Begehren / OHNE DICH GEH ICH HEUT NACHT NICHT HEIM


Wo: Kunstuniversität Graz

Spiel: Jenny Groß

Ausstattung: Katharina Zotter

Musik: Joseph Böhm

Miss Sara Sampson (2022)

NACH GOTTHOLD EPHRAIM LESSING



Ein bürgerliches Trauerspiel über das erste bürgerliche Trauerspiel. Mit aus dem Stegreif gedichteten Elfchen und drei sehr moralischen Tieren.

Wo: Thalia Theater

Spiel: August Kirschgens, Pia Zimmermann, Nélida Martinez, Nele Christoph, Julika Frieß

Dramaturgie: Albert Heilmann, Carlotta Rogge

Bühne: Lisa Rinaldi, Rosa Thiemer, Hülya C. Braasch

Kostüm: Sara Bentivogli, Sophie Büscher, Trisha Jung

Regieassistenz: Melanie Schmidt

Projektbetreuung: Anne Lenk

Am Ast Eines Feigenbaums Hängt (2020)

VON LISA WENTZ



Was hat es gebracht, von Liebe zu predigen? Ein Forscherteam in der Vermächtniskirche.


Wo: DRAMA Festival UdK Berlin & HfMT Hamburg

Spiel: Ali Abbasi, Riccardo Ferreira, Raika Nicolai

Dramaturgie: Hannah Mey

Projektbetreuung: Eva-Maria Voigtländer